Niederlande: Erfolgreicher Global Player

shutterstock

Dem zehntgrößten Maschinenbau-Produktionsstandort weltweit dürfte dank der Auslandsnachfrage nach Produktionsmitteln für die Halbleiter- und Flachdisplayindustrie auch 2020 ein Umsatzwachstum gelingen. Die meisten anderen Maschinengruppen sind aber mit Nachfragerückgängen konfrontiert.

Der Maschinenbau gehört in den Niederlanden zu den dynamischsten Industriezweigen. Er konnte in den Jahren 2017 und 2018 sein Umsatzvolumen zweistellig steigern und dürfte auch 2020 auf dem Wachstumspfad bleiben, wahrscheinlich sogar im mittleren einstelligen Bereich, da namhafte Unternehmen wie ASML von der florierenden Nachfrage nach Maschinen für die Halbleiterindustrie profitieren. Damit setzt sich das Land deutlich von der Entwicklung in den anderen EU-Mitgliedsstaaten ab.

 

 

Im Jahr 2019 wurden Maschinen und Anlagen im Wert von fast 36 Milliarden Euro in den Niederlanden hergestellt. Im Land selbst verblieben Maschinen und Anlagen für rund 19 Milliarden. Durch die Hafeninfrastruktur in Rotterdam und Amsterdam sind die Niederlande für den internationalen Warenverkehr von großer Bedeutung. Ganz deutlich wird dies, da das Land mehr importiert als im Inland abgesetzt wird und auch mehr exportiert als produziert wird. Jenseits dieser Drehscheibenfunktion ist der niederländische Maschinenbau selbst stark exportabhängig. Der Nachfrageeinbruch im eigenen Land sowie die Rezession der wichtigsten Handelspartner, allen voran Deutschlands, belasten ihn. Nur in wenigen Fachzweigen lag die Ausfuhr im ersten Halbjahr 2020 über dem Volumen des Vorjahres. Von den TOP-10-Fachzweigen trifft dies gar nur auf zwei zu: die Fachzweige Produktionsmittel für die Halbleiter und Flachdisplayindustrie sowie die Allgemeine Lufttechnik. Alle anderen Branchen sind mit Minusraten im Exportgeschäft konfrontiert. Auch das bilaterale Handelsgeschäft mit Deutschland entwickelt sich heterogen.

 

 

Fünftwichtigster Handelspartner für Deutschland im Maschinenbau

Deutschland ist traditionell wichtigster ausländischer Maschinenanbieter in den Niederlanden. Deutsche Unternehmen lieferten im abgelaufenen Jahr 2019 Maschinenbauerzeugnisse im Wert von 7,5 Milliarden Euro in das Nachbarland. Obwohl die Lieferungen in den ersten sieben Monaten des laufenden Jahres um fast 15 Prozent niedriger waren als im gleichen Vorjahreszeitraum, sind die Niederlande nun fünftwichtigster ausländischer Absatzmarkt der Deutschen, da der Rückgang bei den Lieferungen nach Italien mit 22 Prozent noch höher ausfiel. Sowohl auf der Ex- als auch auf der Importseite sind die Fachzweige Fördertechnik, Allgemeine Lufttechnik, Baumaschinen und Baustoffanlagen sowie Landtechnik aktuell in der jeweiligen TOP-5-Liste.

 

 

VDMA-Mitgliedsunternehmen finden in der VDMA-Statistikdatenbank die monatlichen Außenhandelsdaten aller EU-Länder und können dort auf Warengruppenebene recherchieren. In der Datenbank mit den Jahreswerten stehen die Außenhandelsdaten der 52 wichtigsten Maschinenbauländer zur Verfügung. Dieser Datenbankbereich kann zur Analyse der internationalen Wettbewerbsposition auf Produktebene genutzt werden. Melden Sie sich, wenn Sie eine Einführung zur Arbeit mit der Datenbank benötigen!

 

Die konjunkturelle Situation im globalen Maschinenbau skizzieren wir monatlich kurz und knapp in unserem monatlichen „Konjunkturbulletin international“.

 

Unternehmen aus den BeNeLux-Ländern, die Interesse an den Dienstleistungen und Produkten des VDMAs haben, wenden sich bitte an:

Herrn Arjan Schmits, VDMA Business Development Manager BeNeLux.

Telefon:           +49 211 6877 4822

E-Mail:            arjan.schmits@vdma.org

 

Anfragen zu Marktinformationen richten Sie bitte an:

Frau Anke Uhlig, VDMA Volkswirtschaft und Statistik

Telefon:           +49 69 6603 1388

E-Mail:            anke.uhlig@vdma.org

 

Downloads