Auslandsinvestitionen

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Die Verflechtung des Maschinenbaus mit dem Ausland hat 2018 weiter zugenommen. An Plänen für das aktuelle Jahr wird es wohl Abstriche geben.

Die deutschen Direktinvestitionsbestände im ausländischen Maschinenbau haben sich im Jahr 2018 um 5 Prozent erhöht. Dies ergibt sich aus der jüngsten Bestandserhebung über Direktinvestitionen der Deutschen Bundesbank. Rund 34 Prozent der Investitionsbestände waren in den EU-Ländern ansässig. Vornean steht hierbei Italien (4,7 %), gefolgt vom Vereinigten Königreich (3,5 %), Frankreich (3,3 %) und Österreich (2,7 %). 28 Prozent der Investitionsbestände befanden sich in den USA, 15 Prozent in China.

Die ausländischen Direktinvestitionsbestände im deutschen Maschinenbau sind im Bilanzjahr 2018 mit 43 Prozent recht stark angestiegen. Der Anstieg ist dabei auf ein, in der Statistik der Deutschen Bundesbank, nicht ausgewiesenem EU-Land zurückzuführen. Nach dem Sitz der Konzernspitze betrachtet, stammten rund 46 Prozent der Auslandsbeteiligungen aus der EU. Aus den USA kamen 21 Prozent, aus der Schweiz 13 Prozent und aus Japan 12 Prozent.

Laut der DIHK-Umfrage „Auslandsinvestitionen in der Industrie“ vom Frühjahr 2020, die noch vor der Corona-Krise durchgeführt wurde, beabsichtigten zu Jahresbeginn 50 Prozent der Maschinenbauunternehmen in diesem Jahr im Ausland zu investieren. Dieser Anteil wird aufgrund der Pandemie und der damit einhergehenden Unsicherheit inzwischen deutlich gesunken sein. Ohnehin war bereits in dieser Umfrage bei den Unternehmen mit Auslandsinvestitionsplanungen der Saldo aus höheren und geringeren Investitionsabsichten im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückgegangen (von 23 auf -1 Prozentpunkte).

Besonders die sonstige EU inkl. Schweiz und Norwegen wurde seltener als Zielregion genannt. Hierfür sind insbesondere verringerte Investitionsabsichten im Vereinigten Königreich verantwortlich. Deutlich verloren haben aber auch China und Nordamerika. Als Funktionsschwerpunkt der Investitionen wurde nach einigen Jahren der Konstanz wieder verstärkt das Motiv der Kosteneinsparung genannt. Dieses schlägt mit 22 Prozent der Nennungen zu Buche, und liegt damit fast auf der Höhe des Investitionsmotivs der Markterschließung (25 Prozent). Nach wie vor dominiert jedoch, wenn auch etwas weniger deutlich, der Vertrieb und Kundendienst (53 Prozent).

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