Produktionsstatistik in Deutschland

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Die Daten zur deutschen Maschinenproduktion, die der VDMA in zahlreichen Veröffentlichungen und auch in der VDMA Statistikdatenbank präsentiert, stammen vom Statistischen Bundesamt. Zu unterscheiden sind Indizes und absolute Werte.

Monatlich gibt das Statistische Bundesamt einen Produktionsindex bekannt. Er misst die Leistung des Produzierenden Gewerbes in Deutschland.

Erhoben werden die Daten bei den Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes mit 50 und mehr Beschäftigten. Insgesamt decken diese monatlich meldenden Betriebe auf Bundesebene knapp 80 % des Wertes der deutschen Industrieproduktion ab

Aus den Meldungen werden mit Hilfe des Monatsdurchschnitts aus dem Basisjahr (zurzeit das Jahr 2015) Indizes für Wirtschaftszweige gebildet. Das Bundesamt weist zur Zeit Produktionsindizes für 246 Wirtschaftszweige (4stellige Klassen der WZ 2008) aus.

Die Indizes werden einer Preisbereinigung mit den Indizes der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte unterzogen. Rückschlüsse auf die absolute Höhe der Produktion erlaubt diese Darstellungsweise nicht, man kann jedoch anhand der Indizes die Entwicklung bzw. den konjunkturellen Verlauf erkennen. Vorteil dieser Statistik ist zudem, dass die Ergebnisse relativ schnell, nämlich in der Regel 38 Tage nach Ende des Berichtszeitraums vorliegen.

Die absoluten Werte der vierteljährlichen Erhebung weisen dagegen einen erheblichen Zeitverzug auf, da es sich hier um eine Vollerhebung im Berichtskreis handelt. Gefragt werden Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes mit im Allgemeinen 20 und mehr Beschäftigten.

In der Regel sind die Ergebnisse drei Monate nach Ende des Berichtsquartals verfügbar. Dafür sind die Daten aus der vierteljährlichen Statistik sehr detailliert: über 5000 industrielle Erzeugnisse unterscheidet die zugrundeliegende Nomenklatur (Güterverzeichnis für Produktionsstatistiken) zurzeit, auf den Maschinenbau entfallen rund 1000 Positionen.

Dargestellt wird die sogenannte „zum Absatz bestimmte Produktion“. Sie umfasst im Allgemeinen den verkaufsfähigen, für den Markt vorgesehenen Produktionsausstoß (ohne Handelsware und umgepackte Ware) sowie den Eigenverbrauch. Sie wird meistens nach Menge (Stück/Tonnen) und Wert (in TEUR) dargestellt. Dem Wert der zum Absatz bestimmten Produktion liegen die im Berichtszeitraum erzielten oder erzielbaren Verkaufspreise ab Werk zu Grunde. Daneben wird für die einzelnen Güterarten auch die Anzahl der produzierenden Unternehmen genannt.